szmmctag

  • 4+1

    Hach ja, die Faulheit hat mal wieder gesiegt. Also hier das längst überfällige Update.

    Wir sind seit 4 Monaten zurück in Deutschland und natürlich hat der Schlendrian längst wieder Einzug gehalten. Ich mache mir auch keine Illusionen mehr, dass ich irgendwann mal weniger schludrig sein werde :). Ich gebe mir einfach immer wieder aufs neue Mühe und versuche mich zu motivieren. Mittlerweile ist das Babymädchen ja auch schon 1 Jahr und beginnt so langsam erste Wörter nachzusprechen, also muss es auch für sie jetzt wieder hochmotiviert weitergehen. An guten Tagen schaffe ich es, 80-90% mit ihr Englisch zu sprechen, an schlechten.... naja, reden wir nicht drüber :). Wir ihr großer Bruder auch hat sie bereits ein Lieblingswort - a-u-wa (water). Der hat das ganz genauso ausgesprochen. Richtig Babyzeichen-affin hat sie sich irgendwie in den letzten Monaten auch nicht gezeigt, weswegen wir es ziemlich vernachlässigt hatten, neue Zeichen einzuführen. Die einzigen, die sie gerne benutzt sind aktuell eben Wasser, Katze und Schnecke. Mittlerweile bin ich wieder eifriger am Ausprobieren und Zeichen machen, da ich merke, dass sie insgesamt gerne Handbewegungen und so kopiert aber noch viel mehr, weil sie SO LAUT KREISCHEN kann, wenn sie etwas möchte und man nicht sofort versteht, was sie will. An manchen Tagen habe ich das Gefühl, ich möchte ihr jetzt heute sofort das ganze Buch der Babyzeichen beibringen, damit dieses Gekreische aufhört. Ich bin gespannt, wie es sich entwickelt. Ihr Bruder hat in dem Alter schon sehr viele Zeichen benutzt, allerdings meine ich mich zu erinnern, dass die vorrangig Essen und Trinken beinhalteten. Und da sie daran nicht so richtig interessiert ist, könnte es eine Erklärung sein, warum sie noch keine benutzen wollte :).

    Der Große spricht nach seinem Auslandsaufenthalt noch ganz passabel Englisch, definitiv noch viel viel mehr als vorher. Und ich habe festgestellt (und ich glaube, das schrieb ich bereits vor einigen Monaten schon mal in der Art) - es fällt ihm leichter, auf Englisch zu antworten, wenn der Tag sofort Englisch beginnt. Wenn ich den Switch morgens verpenne und auf Deutsch beginne, ist es eigentlich gelaufen. Dann spricht er den Rest des Tages Deutsch. Seltsam, oder? Außer natürlich, es kommen Muttersprachler zu Besuch, dann ist es natürlich ganz einfach :). Versteh einer das Gehirn eines 4jährigen.

    Über diesen Blog habe ich vor einiger Zeit eine Anfrage bekommen, ob wir für die Auswertung einer Studie zum Thema Zweisprachigkeit - Vergleich Muttersprachler und Non-native Speakers im Rahmen einer Abschlussarbeit teilnehmen wollen. Als eine von 4 Familien wurden wir intensiv befragt und die Ergebnisse ausgewertet. Nun liegt das gebundene Exemplar auf meinem Tisch und ich bin ganz aus dem Häuschen, weil es wirklich eine tolle Arbeit geworden ist (ich danke dir, Alexandra!). Was mich am meisten beruhigt - der Vergleich der Familien brachte, was die Zweisprachigkeit betrifft, im Wesentlichen keine großen Unterschiede zu Tage. Die Kids sprechen alle ähnlich gut (oder schlecht :D ), egal ob native oder non-native und egal ob OPOL oder unsere eigene komische Strategie :). Und das entspricht ja auch meinem Eindruck mit den vielen zweisprachigen Kids aus Sohnemanns Kita, die alle, trotz native Elternteil, nicht in der Zielsprache antworten (Ausnahmen sind die mit den Eltern, die beide aus einem anderen Kulturkreis kommen).

    Mittlerweile glaube ich wirklich stark daran, dass der Einfluss der Umgebungssprache einfach so stark ist, dass man sich da in seinem kleinen Familienhamsterrad abrackern kann, wie man will. Wenn es nicht eine größere Gemeinschaft gibt, in der die Nicht-Umgebungssprache quasi wenigstens temporär an einigen Stunden oder Tagen zur Quasi-Umgebungssprache wird, dann ist einfach nicht mehr drin als super passiv zweisprachig zu werden mit der Option der Wissensaktivierung im Akutfall. Und - je kleiner die Kids, umso mehr kann man es steuern. Aber je älter sie werden, desto mehr Verantwortung übernehmen sie ja auch für ihre eigene Sprache und daher wird der Einfluss der Eltern so oder so immer geringer. Ich plädiere ja sowieso dafür, den Kindern die Entscheidung über ihre Sprache niemals zu nehmen sondern immer bei ihnen selbst zu lassen, ob sie nun 1, 5 oder 15 sind. Aber die, die das nicht so sehen, werden spätestens mit Schuleintritt auch ihre Felle davonschwimmen sehen :).

    Insofern lautet mein Credo für heute - entspannt bleiben, motiviert bleiben, immer schön weitermachen und den großen Spaß, den wir daran haben, nicht aus den Augen verlieren.

    Zum Thema Au Pair ein andern Mal. Das letzte war eine Katastrophe. Wir suchen gerade jemand neues und - ich bin erstaunt, dass es anscheinend wirklich soviele verrückte Familien da draußen gibt *wuaaaaaah*.

  • 4 Wochen später

    ... spricht er Englisch mit seiner Schwester und nennt mich Mom. Ersteres - sooo süß. Letzteres.... naja. :)

  • Halbzeit

    Heute ist Halbzeit, seit etwas mehr als drei Wochen sind wir nun hier. Und wenn ich eins gelernt habe, dann - dass wir mal wieder unseren Kindern gerne Dinge unterstellen, die einfach nicht wahr sind. Wie oft habe ich nun schon davon gelesen, dass Kinder "die andere Sprache verweigern", "ja nicht doof sind und merken, wer welche Sprache sprechen kann...." und dann "faul sind" und die Zweitsprache nicht benutzen - wir ihnen also unterstellen, dass sie *bewusst* ihren Sprachschatz NICHT benutzen aus Beweggründen heraus, die wir mit Faulheit oder Berechnung kommentieren. Und obwohl mir eigentlich derartige Denkstrukturen fremd sind, habe auch ich mich in unzähligen Diskussionen mit Sohnemann befunden, in denen er mir erklärte, dass er die Sprache nicht benutzen *kann* und ich ihm erklären wollte, dass er es doch sehr wohl könne, wenn er doch nur *will*. Nun ja, was soll ich sagen, ich lag falsch. Sohnemann, falls du dies irgendwann mal liest - Entschuldigung. Da kam wohl wieder der klugscheißende Erwachsene über mich.

    Zum einen habe ich ja nun selbst miterlebt, dass er einfach einige Tage gebraucht hat, um überhaupt richtig reinzukommen und seinen passiven Wortschatz zu aktivieren. Die ersten zwei Tage hat er gar nicht gesprochen und dann so ganz langsam immer ein bisschen mehr, bis er die nötige Selbstsicherheit hatte, richtig loszuquasseln. Mitterweile kann ihn nichts mehr aufhalten und er wendet seine beiden Sprachen sehr pragmatisch an. Wenn ihm ein Wort nicht einfällt, nimmt er einfach das ihm bekannte. So entstehen manchmal lustige Satzgemische, die meistens nur wir Eltern verstehen ;). Wieviele Erwachsene gibt es mit passivem Wortschatz, die keinen ganzen Satz in der Fremdsprache rauskriegen? (Mich eingeschlossen, mein Schwedisch ist gerade echt eingerostet...) Mit denen diskutiert doch auch keiner, dass sie es doch könnten, wenn sie nur wöllten. Und an die Frustration, etwas sagen zu wollen aber es nicht zu können, kann ich mich noch gut erinnern... unsere Schwedischlehrerin tat immer so, als verstehe sie kein Deutsch :P.

    Heute ist bei mir jedenfalls wirklich der Groschen gefallen, als Sohni freudestrahlend angerannt kam und rief: "Mama, I am so happy! Now I can speak like K. ... ! (= unser letztes Au pair).... Er wollte, jaaaaaa, er wollte wirklich, aber es GING einfach nicht. Zu wenig Übung, zu wenig Gelegenheiten, zuviel Angst, weiß der Teufel warum.... es GING nicht. Und jetzt geht es auf einmal. Und ich glaube, das macht uns genauso glücklich wie ihn. Ob mit unserem Au Pair, den Leuten auf der Straße, den Kindern im Kindermuseum oder meinen Freunden.... endlich kann er mit allen sprechen und alle können ihn verstehen. Fetzt! :)

    Noch 3 Wochen.... wir sind gespannt, wie es weitergeht.

  • Knoten im Hirn

    Nachdem Sohnemann nun immer besser Englisch spricht, fällt mir auf, dass er im Deutschen Fehler macht, die er vorher nie gemacht hat. Denkt er nun manchmal auf Englisch und "übersetzt" falsch???

    Beispiel: Das hab ich noch nie bevor gesehen. (I've never seen this before.)

    Das gleiche passiert ihm auch auf Englisch: I'll show you what. (Ich zeig dir (et)was.)

  • Don't worry, be natural...

    Ich habe heute diese Seite (http://linguistlist.org/ask-ling/biling.cfm#method) gefunden und finde sie toll - endlich mal eine entspannte Einstellung von der Fachfrau bzw. dem Fachmann zu lesen.

    "We get many questions from worried parents and prospective parents, often people who are in mixed marriages and are involved in migration. Children grow up in all kinds of bilingual or multilingual settings. My answer is always the same: do what comes naturally. Children suffer if they are unloved or treated cruelly. They do not suffer if their parents talk to them and play with them in only one language, or in two, or in three or four. Whatever languages you choose to speak with your children, and whatever languages they are exposed to in the wider community, they will deal with the situation as they grow up. You can do no damage to children through your linguistic choices."

    Zur internationalen Zweisprachigkeit findet man folgendes:

    "... parents should feel free to speak to their children in a language other than their mother tongue. I do think it is important to look after your children in a language in which you are confident, and in which you know a few songs and rhymes. In the communities in which I have studied bilingualism (including my own family), it is common for parents to speak languages they have learned at school to their children. As adults, many people's best language is not their native language, but a language in which they have been educated, and/or which is the dominant language of the community.

    Many people in bilingual communities or in mixed marriages need to speak to their child (at least some of the time) in a language which is not their native language. There is nothing at all wrong with doing this. Language shift (moving to a language which is not the language of your ancestry) is a normal part of human behaviour. Some parents worry that they will pass on an 'incorrect' accent to their children. Don't worry about this. Accents change over our childhood and adolescence, and in many people do not stabilise until the early 20s. "

    Ich bin immer wieder erstaunt, wie anders die Einstellung hier in den USA zur intentionalen Zweisprachigkeit ist. Alle finden es einfach nur toll und können absolut nichts komisches daran finden. Gleichzeitig wissen hier auch alle, dass die Schule mit ihrer schlechten "Spracherziehung" nichts vermitteln können wird. Insofern ist die Familie die einzige Ressource. In Deutschland verlässt man sich da gerne auf die Schule, habe ich oft das Gefühl. "Das lernen die später doch noch in der Schule..." Ich weiß ja nicht, ob ich die einzige mit schlechten Sprachlehrern war, aber wenn ich eins nicht gelernt habe, dann mit einer Fremdsprache zu kommunizieren. Texte lesen, ok. Texte verstehen, ganz gut. Tests bestehen - ja. Aber mit echten Menschen sprechen - no way.

    Nach 3 Tagen hier taut Sohnemann so langsam auf und bildet die ersten eigenen Sätze. Wir sind gespannt, wie es weiter geht :).

  • Wir sind da :)

    Yippieh, den elenden Flug geschafft.

    Nun eine Frage. Also, zu Hause haben wir auch englische Kontakte aber da die ja alle in D leben, sprechen sie auch alle Deutsch, deswegen war sein deutsches Antworten kein Thema. Er spricht Deutsch, wir Englisch. Gut.

    Nun sind wir ja für 6 Wochen in den USA. Er versteht wie erwartet ALLES, antwortet bisher (also seit gestern , da sind wir angekommen) auf Deutsch. Nun meine Frage - bisher übersetze ich immer kurz, was er gesagt hat. Ist das eigentlich doof? Sollte ich einfach schauen, dass er das selber hinkriegt mit den Leuten, die mit ihm reden? Was sollten die antworten? Die sagen meistens "ah ok" obwohl sie nix verstehen . Wie macht ihr das?

  • Status Quo

    Hier hat sich in den letzten Wochen ein sehr entspannter Status Quo entwickelt, welcher heißt - ich lese auf Englisch vor, Sohni schaut fast nur englisches Fernsehen (derzeit Jake and The Neverland Pirates und Doc Mc Stuffins.... so ein Quark.... naja, nicht meine Sache ;)) und ansonsten sprechen wir Deutsch. Er will einfach nicht, dass ich Englisch spreche. Ich habe keine Ahnung, wieso. Aber er wills nicht und ich will da nix forcieren. Das ist ja auch nicht Sinn der Sache. Er lernt tatsächlich Vokabeln beim Fernsehen schauen, ich glaubs ja selbst kaum, aber macht er wirklich. Am Wochenende war er mit Papa einkaufen und kam mit einer "pineapple" wieder. Da wir das nie kaufen, fragte ich ihn, ob er das schon mal im Fernsehen gesehen hat, und er erzählte mir die komplette Folge von Jake, wo wohl Captain Hook mit der pineapple.... irgendwas. Beim Bücher lesen stört es ihn komischerweise auch überhaupt nicht. Seltsam.

    Naja, noch 2 Wochen, dann fliegen wir endlich wieder zu unseren Freunden! 6 Wochen USA, da muss doch der Knoten platzen. Ich bin sooooooo gespannt.

    Ansonsten kann ich noch mit 2 Geschichten aus der Kita glänzen. Zweisprachige Familien, jeweils der Papa ist der anderssprachige Part, die Kinder sprechen kein Wort in der zweiten Sprache mit ihren Vätern. Hah. Blöd für die, tröstend für mich :).

    Die Babymaus zeigt noch nichts zurück, also kann ich dazu noch nichts weiter berichten.

  • Twinkle twinkle...

    Folgendes fiel mir also neulich auf.

    Sohnemann singt: Duten Morgen, duten Morgen, seid ihr da, hallo liebe Tinder, hallo liebe Tinder, duten Tag, duten Tag.

    Also G und K am Wortanfang - haut noch nicht so hin.

    Dann singt er: TwinKle twinKle little star....(usw) like a diamond in the sKy...

    Mh? Ist S-K nicht viel schwieriger als einfach K? Irgendwie verstehe ichs nicht so richtig.
    Generell habe ich den Eindruck, klappts mit den K und G Lauten im Englischen besser als auf Deutsch. Seltsam. Irgendwelche Logopäden unter den Lesern, die mir das erklären können?

    *

    Mit der Babymaus starten wir jetzt in die erste Runde Babyzeichen und warten auf Antwort. Soweit in Benutzung - ein selbsterdachtes Zeichen für ihren Bruder (geschüttelter Anfangsbuchstabe des Vornamens), Mama und Katze. Mal schauen, was sie zuerst benutzen wird. Geduld Geduld ist hier gefragt :).

    Noch 2 Monate bis zum USA Urlaub. Yippieh. Wir könnens echt alle gebrauchen.

  • Irgendwie

    Tja, wie läuft es so. Irgendwie, würde ich sagen.

    Seit 3 Monaten geht Sohnemann in die Kita. Endlich, einerseits. In den letzten Monaten war es zunehmend schwieriger geworden, adäquate Unterhaltung zu besorgen um ihn tagsüber bei Laune zu halten und auch Kontakt mit anderen Kindern zu organisieren. Und als die Maus geboren war, habe ich wirklich die Stunden runtergezählt, bis der Tag vorbei war. Den ganzen Tag mit einem anspruchsvollen Großkind draußen rumrennen und dabei das Baby versorgen, das ging ganz schön an meine Reserven. Von anderen Aufgaben wie Haushalt nicht zu sprechen. Andererseits ist er nun nur noch vormittags 1-2h mit mir zusammen, da passiert in der Regel nicht viel, außer Frühstücken und fertig machen. Und am Nachmittag so 3-4h bis zum Schlafen gehen, da ist er aber meistens ziemlich k.o und will höchstens noch ein Eis essen gehen, bisschen in seinem Zimmer spielen und dann ist der Tag rum. Ich habe das Gefühl, unsere Gesprächsthemen drehen sich im Kreis, wirklich anspruchsvolles ist nicht dabei, demzufolge bleibt auch das Vokabular auf der Strecke. Aber bei der aktuellen Hitze ist uns auch einfach nicht danach, noch durch den Zoo zu stromern oder irgendwelche coolen Sachen anzuschauen. Irgendwie bin ich unzufrieden und frustriert, weil ich nicht so richtig weiß, wann und wie ich noch genügend Kommunikationsangebote reinquetschen soll und kann, gleichzeitig will ich aber auch nicht soviel kontrollieren, das erscheint mir irgendwie unnatürlich. Die gute Nachricht ist, er versteht immernoch alles. Der aktuelle Input scheint auszurechen, um wenigstens passiv alles aufrecht zu erhalten. Und zumindest gibt es aktuell keine nervigen Diskussionen mehr, welche Sprache gesprochen werden soll und darf :). Sprechen tut er trotzdem sehr sehr wenig, v.a. mit "echten" Menschen :). Er spielt erstaunlich viel mit sich selbst auf Englisch, sobald aber jemand dazu kommt spricht er lieber Deutsch. Versteh das einer.

    Irgendwie beruhigend finde ich immer Situationen, in denen ich ähnliche Sachen bei echten Zweisprachlern erlebe. Ein Kind aus Sohnis Kindergartengruppe mit spanischem Papa antwortet immer nur Deutsch, egal wie sehr sich Papa bemüht :). Eine Mutter spricht in der Kita Deutsch mit ihrem Sohn, obwohl eindeutig eher osteuropäischer Herkunft. Und meine amerikanische Nachbarin meinte letztens, ihre Tochter (2) spräche mittlerweile besser Deutsch als sie selbst und sie glaube, dass sie ihr bald auch nicht mehr auf Englisch antworten wird.

    Also irgendwie alles gut und trotzdem Zweifel, was könnte man tun. Keine Ahnung.

    Die gute Nachricht - wir bekommen ein neues Au Pair! Ab März wird sie bei uns sein und zum Glück spricht sie schon ein wenig Deutsch. Also werde ich zumindest in dem Bereich nicht wieder völlig von vorne anfangen müssen :).

    Und außerdem geht es bald mit den Babyzeichen in eine neue Runde. Beim Sohni hatten wir so mit 6 oder 7 Monaten damit begonnen. Die Maus wird jetzt 5 Monate, also bald gibts wieder was zu berichten.

    Gibts eigentlich schöne Hörspiele auf Englisch? Am besten mit US Akzent?

  • Willkommen...

    Eine kurze Meldung von uns - unsere Abstinenz hat ihre Gründe. Eine neue Erdenbürgerin hat vor 5 Wochen das Licht der Welt erblickt. Es war eine tolle Geburt zu Hause im eigenen Wohnzimmer und der große Bruder ist megastolz auf seine kleine Schwester. Dementsprechend wenig Zeit ist momentan und dementsprechend nachlässig war ich auch in den letzten Wochen bezogen auf das "Projekt" :).... die Energie reichte nur für eins - aufs Gebären vorbereiten, gebären und sich vom Gebären erholen. Ab nächster Woche geht Sohni in den Kindergarten und da warten weitere neue Erfahrungen auf uns, daher noch ein wenig Geduld, wir müssen uns gerade neu finden, dann können wir weiter berichten.

    :)

  • What are you doing, Mama?

    Neuster Lieblingsspruch meines Sohnes: What are you doing, Mama?

    Es bleibt dabei, dass ich schwanke zwischen - ich schaffe es, wirklich konsequent den ganzen Tag, bei Englisch zu bleiben. Und - ich hab einfach üüüüüüüüüüberhaupt keine Lust. Es sind auch gerade etwas schwierige Zeiten. Das Au Pair ist weg. Unsere Nachbarn sind seit Ewigkeiten im Ausland, kommen erst in 4 Wochen zurück. Andere Kontakte zu englischen Sprechern gibts gerade nicht. Und wir erwarten nun in den nächsten Wochen jeden Tag unser zweites Baby, weswegen ich mich oft einfach nur k.o. und ausgebrannt fühle und mit dem letzten Rest meiner Energie geradeso den Alltag bewältige. Am schlimmsten ist es nach dem fast 100%ig deutschsprachigen Wochenenden. Montag und Dienstag versage ich meistens auf ganzer Linie.

    Wenigstens hat er sich jetzt soweit wieder dran gewöhnt, dass die Frage nach dem "Warum" nicht mehr kommt. Die hat mich nach ein paar Tagen wirklich genervt, da er auch meine Antwort nicht verstanden und/ oder akzeptiert hat.

    Ich lasse ihn meistens tagsüber zusätzlich noch 1-2 Sendungen auf Englisch schauen, z.B. Bob the Builder oder aktuell ganz gross im Rennen - Fireman Sam (wobei da ja manche seltsame Dialekte haben, hallelujah!). Problematisch ist es derzeit auch, geeignete Bücher zu finden. Irgendwie sind die englischen Bücher alle total baby (ohne richtig Text) oder haben fast nur Text und sind langweilig. Ich habe extra ein paar Astrid Lindgren Bücher gekauft, weil er die auf Deutsch soooo sehr mag (mit Bildern drin) - im englischen Buch sind KEINE Bilder. Das findet er natürlich super ätzend. Das einzige Buch, was ihm gerade richtig gut gefällt, ist Pettson and Findus. Die Dr. Seuss Bücher mag er auch gerne, aber was mich daran gerade etwas stört, ist, dass er dort häufig wenig "echte" Vokabeln hat, weil da ja auch soviel Fantasiesprache dabei ist.

    Also Mädels (Kate! Tamara!) - was lesen eure gerne auf Englisch? Was kann ich noch besorgen?

    Bezüglich der Hörspiele gibt es auch ein Problem, da ich oft auf Amazon UK bestelle. Dann kommen die Sachen aber eben alle im britischen Original. Naja, also mit Britisch hab ichs ja nun echt nicht so. Ich hätte gerne lieber die amerikanischen Fassungen, wenn möglich. Aber selten kann man das vorher erkennen, welche Version es ist bzw. ist es klar, dass UK eben auch UK Versionen hat. Ich glaube, ich brauche einen Masseneinkauf in den USA beim nächsten Besuch (hoffentlich Ende des Jahres! 2 Monate! Yippieh!).

    Ab April geht er dann mind. 6h täglich in eine *rein deutschsprachige* KITA. Da muss ich in den verbliebenen Stunden noch mehr ranklotzen :). Aber dafür bin ich ja dann im Schwung, denn dann gehts ja zu Hause mit dem neuen Baby weiter :).

    Ansonsten spricht er vorwiegend Deutsch mit mir, gelegentlich Englisch. Ich vermute, er kann mehr, als er durchblicken lässt ABER ich merke auch, dass er einen großen passiven aber eher kleinen aktiven Wortschatz hat. Heute haben wir mit dem Au Pair geskypt. Er hat natürlich sofort erfolgreich Sprachen gewechselt und er kriegt auch ganze Sätze hin wie "Can you show me?", "I painted that.", "This is a tractor." aber sobald es komplexer wird, baut er entweder deutsche Wörter ein oder wechselt gleich komplett. Also ich denke, das ist einfach zu anstrengend für ihn. Ich bin gespannt, wie sich das weiter entwickeln wird.

    Und eine Anmerkung in eigener Sache - falls ihr hier regelmäßig mitlest, würde ich mich über einen gelegentlichen Kommentar freuen, um euch und eure Motivation kennenzulernen :).

  • Hurra....

    Er hat sich scheinbar dran gewöhnt. Heute problemlose Umstellung nach dem Aufstehen, keine Frage nach dem Warum und er sprach nach einiger Zeit hauptsächlich Englisch mit mir ;)... Yippieh.

  • Selbst-Erziehung :)

    Das Au Pair ist weg und wir sind wieder allein. :( Schade, es war eine schöne Zeit. Andererseits haben wir jetzt ordentlich Platz in der Wohnung und Sohni endlich sein erstes richtiges Kinderzimmer mit schickem großem Bett.

    Nun liegt es wieder an mir und ehrlich, ich habe größere Schwierigkeiten, mich daran zu gewöhnen, wieder konsequenter Englisch sprechen zu müssen. Ja, ich gebs zu, ich bin ein wenig faul geworden. Hilfreich ist dabei auch nicht unbedingt, dass der mittlerweile 3jährige jetzt schon anhand eines fast lautlosen "mh" oder "aha" unterscheiden kann, in welcher Sprache ich spreche. Er fragt mich morgens was, ich antworte etwas verpennt auf Deutsch, erinnere mich, ach Mist, Englisch, er fragt wieder was, ich sag "uhuh (engl. aha ;))" und er: "Mamaaaaaaaaa? Redest du Englisch?" ... *nerv* Es wäre leichter zu wechseln, wenn nicht jeder Wechsel mit einer 5minütigen Erklärung beginnen müsste ;). Er wechselt doch selber hin und her beim Spielen :).

    Sobald unsere amerikanische Nachbarin an der Tür steht, packt er all seine Kenntnisse aus und plappert und plappert. Ich hoffe, irgendwann komme ich auch mal in den Genuss, auch wenn für uns momentan wirklich das Aufrechterhalten des passiven Wortschatzes im Vordergrund steht.

    Ich muss mich jetzt einfach wieder bisschen umstellen und mich auch wieder mehr trauen. Dann wirds schon.

    Ungemein hilft dabei, dass ich kürzlich wieder von einem Muttersprachler nicht als Nicht-Muttersprachler erkannt wurde ;).... Also vielleicht doch mal wieder öffentlich trauen. Am Ende kriegts anscheinend gar keiner mit, was hier los ist :).

  • Erster Protest

    Heute zum ersten Mal Protest des Sohnes: "Neiiiiiiin Mama, du sollst nicht so wie die ... (Au pair) ... reden."

    *puh* Und nun?

    Hab ihm erklärt, dass wir aber so reden müssen, weil das Au Pair bald weg ist und er sonst alles vergisst, dann kann er nicht mehr mit ihr skypen. Nach einer Weile hat er auch nicht mehr gemeckert. Vielleicht nur eine Frage der Gewöhnung?

    Aber - deutliches Zeichen, wie gut er mittlerweile trennen kann, welche Sprachen er spricht.

    Und - es kommen immer neue, immer längere Sätze dazu. Es geht gerade richtig los. Und unser Au pair fliegt nach Hause *seufz*...

  • So lieber nicht ;)...

    http://www.sat1.de/tv/knallerfrauen/video/zweisprachige-erziehung-clip

  • Wo kommen denn plötzlich die Wörter her?

    ... fragen wir uns fast jeden Tag.

    Nachdem unser Sohn zur pünktlich absolvierten U7a (für 3jährige) mit seinen deutschen Sprachkenntnissen beeindruckte (was nur deshalb witzig ist, weil ich vor genau einem Jahr noch den bescheuerten Sprachtest für 2jährige verweigerte, weil es da gerade losging mit der Wortschatzexplosion), geht es jetzt plötzlich auf Englisch über.

    Sein Deutsch ist mittlerweile fast fehlerfrei, auch Artikel, Zeitformen, Satzbau usw.... macht er schon total super.
    Das ging irgendwie alles so schnell, ich bin manchmal auch noch komplett baff, wie er telefoniert und erklärt und mittlerweile auch "Bücher vorliest" und dabei ganze Sätze rezitiert.

    Letzte Woche im Zoo folgende Episode - Sohni wollte wissen, ob es einen Babyelefanten gibt. Ich sagte ihm, dass zwar einer geboren wurde, dieser aber leider bereits gestorben ist weil "die Mama auf ihn drauf getreten ist". Mein Sohn schaute mich daraufhin mit riesen Augen an und sagte: "Was? Was, Mama? Was hast du mit dem gemacht?" Nachdem ich ihn auch erstmal angeschaut habe ohne zu wissen was er meint, brach ich in größtes Gelächter aus - und musste betonen, dass es doch die Elefantenmama war, nicht ich. Achja, die Grammatik. Dabei spreche ich eigentlich nicht in der 3. Person von mir, Ehrenwort ;).

    Ansonsten quasselt er plötzlich auf Englisch mit dem Au Pair, in ganzen Sätzen, und wir wissen nicht, woher es auf einmal kommt ;). Er vermischt immernoch reichlich Deutsch mit Englisch, aber es wird eindeutiger. Heute morgen hat er auf alle Fälle ein paar witzige Sachen losgelassen. "Hey, you need Handschuhe! You have to suchen die." Am beeindruckendsten ist aber momentan, dass er mittlerweile auf Englisch spielt und mit sich selbst quasselt. Er schaut gelegentlich englische Serien und lernt dort anscheinend ganze Sätze und Phrasen, die er dann im Spiel verwendet. Zumindest können wir uns nicht erklären, woher es sonst kommt. Letztens kam er lachend zu mir und meinte: "Mama, hahahahahaha, Mamaaaaaa, da kommt dann der Baggi und ruft "Bob, jump in the scoop!"

    Noch 2 Wochen, dann sind wir Au Pair-los und ich muss wieder ran. Ohje ohje ;)....

  • Achso....

    Kind fragt: "Maaaaamaaaa, wo ist denn mein Auto?"

    "I don't know."

    Kind: "Was?"

    "I don't know."

    Kind: "Nein Mama, du musst das richtig sagen. Das heißt - das weiß ich nicht."

    *****

  • Play mit mir...

    Ach Mensch, lange war ich weg. Und es gibt soviel zu berichten, aber ich hab immer keine Lust :).

    Seit dem letzten Post sind über 4 Monate vergangen und Sohni spricht mittlerweile in tollen Sätzen, kennt nen Haufen Wörter und kann sich sehr gut ausdrücken. Ist auch für fremde Personen ziemlich verständlich. Jedenfalls hat er wahnsinnig "aufgeholt", was der KiA zur letzten U so halbwegs bemängelt hatte, weil er da noch so wenig gesprochen hat, was mir wieder beweist, wie sinnlos diese "Deadlines" sind. Er brauchte halt einfach bisschen länger.

    Wie auch immer, unser neues Au Pair hat sich super eingelebt und macht das auch alles total spitze, die beiden sind ein Herz und eine Seele. Sie wird bis Ende des Jahres bleiben. Dann haben wir einen Kindergartenplatz. Leider nicht zweisprachig :(. Aber das war ja auch nicht zu erwarten. Dann muss ich mich wieder bisschen mehr zusammenreißen, denn dann hängt es an mir :).

    Jedenfalls verbringt er ja nun soviel Zeit mit ihr jeden Tag, sie spricht auch kaum Deutsch bis jetzt, versteht nur mittlerweile relativ gut (so wie das alte Au Pair) und die beiden sind den halben Tag zusammen und machen ihr Zeug, gehen viel weg, unternehmen Sachen, treffen sich mit Freunden... und trotzdem ist sein Englisch dem Deutschen extrem hinterher. Mittlerweile merkt man, dass er aufholt, aber es liegen trotzdem WELTEN zwischen den Sprachen. Auf Deutsch spricht er in Zusammenhängen, Sätzen, mit Begründungen, kann ausgefallene Wörter, kennt fast alle Bezeichnungen. Auf Englisch kann er v.a. Substantive und einige Adjektive, spricht wenn dann nur in Wortgruppen, meistens aber in deutschen Sätzen mit eingebauten englischen Wörtern:

    Willste mal den mole wieder have it?
    Maybe she is wegfahrt?

    Ich glaube nicht, dass es daran liegt, dass sie zuwenig mit ihm spricht. Die beiden plappern den ganzen Tag irgendwas rum und schauen Bücher an. Er versteht auch alles. Nur er spricht eben lieber Deutsch. Nicht so, als würde er nicht gerne Englisch sprechen. Aus irgendwelchen Gründen ist sein Wortschatz da einfach noch nicht aktiv da. Ich finde das relativ erstaunlich und hätte das so nicht unbedingt vermutet. Von wegen, Kinder saugen die Sprachen nur so auf ;), haha. Alles harte Arbeit :).

    Kennt das jemand von seinen Kindern? Ab wann holt die zweite Sprache auf? Kann sie das überhaupt?

  • ICH WILL...

    Vor einigen Tagen zog es mir fast die Schuhe aus, als Sohni morgens in seiner Küche spielte und völlig beiläufig erwähnte, als ich vorbeikam: "Mama, mach mal pancakes! Hab nämlich Hunger!" Was für eine Ansage! Was für Sätze. Ich war erstmal völlig platt. Generell weht mir in diesen Tagen oft ein "ICH WILL SAFT!" "ICH WILL SCHOKOLADE!! "NEIN; ICH WIIIIIIIILL NICHT! entgegen. Puh, daran muss man sich erstmal gewöhnen :).

    Hier hat sich in den letzten Wochen einiges geändert und irgendwie muss sich alles noch ein bisschen finden, was man ihm auch anmerkt. Es kommt wie immer alles zusammen - krank, zahnen, Mama seit 2 Wochen im Urlaub und immer da :), viel Besuch, viel unterwegs, wenig Mittagsschlaf und die wohl größte Neuerung - wir haben ein neues Au Pair. Nachdem unser erstes Au Pair vor einigen Wochen ankündigte, aus persönlichen Gründen abbrechen zu wollen, haben wir (also ich :)) in einigen verzweifelten Nachtschichten nach einem neuen Mädchen gesucht, dass uns wenigstens bis August aushelfen kann, da wir immer noch keinen Kindergartenplatz in Aussicht haben. Überraschenderweise hat sich die Cousine von guten Freunden bereit erklärt, spontan zu kommen. Und nun leben wir seit etwas mehr als einer Woche mit unserer "Neuen", die sich schon anfühlt wie eine ganz "Alte" :). Auch wenn Sohni den Wechsel wunderbar verkraftet hat, muss er sich doch sicher auch erstmal umgewöhnen, hat sie aber glaube ich schon wirklich ins Herz geschlossen, die beiden mögen sich richtig gerne. Mal schauen, wie es Montag läuft, wenn ich den ersten Tag wieder auf Arbeit gehe.

    Der Wechsel hat auch dazu geführt, dass wir wieder jemanden hier haben, der momentan noch gar keine Ahnung von Deutsch hat. Ich muss sagen, dass ich nicht gemerkt hat, dass unser letztes Au Pair soviel gelernt hat (da sie ja nie einen Satz auf Deutsch sprach), doch seitdem wir unseren Neuzugang haben, müssen wir jeden kleinen beiläufigen Satz beim Frühstück etc. übersetzen, da wir sonst nur Fragezeichen in ihren Augen sehen ;). Daran bin ich überhaupt nicht mehr gewöhnt. Wir konnten uns vorher normal auf Deutsch unterhalten und sie wusste zumindest immer, um was es geht. Anscheinend hat sich Sohni auch daran gewöhnt, denn er spricht bzw. sprach fast nur Deutsch, als unser neues Au Pair hier ankam. Doch sie hat dann keine Ahnung, was er von ihr möchte. Entweder liegt es daran, dass er gemerkt hat, dass er nun doch wechseln muss, damit er verstanden wird, oder an der Tatsache, dass wir seit 2 Wochen ständig Besuch haben und nur Englisch sprechen oder an seiner wahnsinnigen Sprachentwicklung im Moment im Allgemeinen, aber er spricht nun zunehmend mehr Englisch, wiederholt alles und bildet auch erste Wortketten. Trotzdem muss ich ganz klar feststellen, dass Deutsch absolut seine starke Sprache ist. Aber das ist sicherlich auch nicht anders zu erwarten.

    Ich bin schon gespannt, wie es bei unseren Nachbarn mit ihrer 9 Monate alten Tochter sein wird. Die beiden sprechen ja auch zu Hause viel Englisch miteinander, aber trotzdem sind die Kontakte hauptsächlich Deutsch, na wir schauen mal.

    Achja, bezogen auf die Babyzeichen ist es witzig, dass unser neues Au Pair sehr gut American Sign Language "spricht" :).... Mensch, die hätte Sohni doch super verstanden.

  • Sprachen trennen

    Nun ja, was soll ich sagen. Es geht los. Sohni ist nun etwas über 2 und er kann's bereits - er trennt die Sprachen. Und dabei wird deutlich, wie sehr ich in den letzten Monaten nachgelassen habe - Asche auf mein Haupt.

    Sobald unser Au Pair das Zimmer betritt, ruft er Heeeeeeelloooooooooooo.... und was auch immer sie so zu ihm sagt, er antwortet auf Englisch. "Man have it?" sagt er, wenn sein kleines Legomännchen unter dem Schrank liegt. "kiiiis" meint er und verlangt nach Käse (cheese :)), "pick up mama" ruft er gleich morgens zu ihr, wenn ich auf Arbeit gehe und er mich wieder abholen möchte...

    Und mag sich mittlerweile auch drüber streiten, wie was genannt wird :). Als sie mich letztens von der Arbeit abholten, liefen sie an meinem Auto vorbei. Sohni wies darauf hin: "Das Mamas Auto." Daraufhin das Au Pair: "Yeah, it's mommy's car." Er schüttelte den Kopf und versuchte ihr klarzumachen: "Nein, heißt AUTO!" Manchmal ist es wirklich lustig :).

    Trotz meiner Versprechungen, mich zu ändern, bin ich nach wie vor faul und spreche total wenig Englisch mit ihm. Daher ist es auch nicht überraschend, dass er bevorzugt Deutsch mit mir spricht. Allerdings bleibt es auch dabei, dass es nach einer Weile wechselt, wenn ich lange genug dabei bleibe. Ich würde sagen, so nach einer halben Stunde wechselt er dann mit mir zusammen. Und so richtig komplett trennt er auch nicht unbedingt mit dem Au Pair, manchmal sagt er einiges in Deutsch, da es glaube ich einfach seine starke Sprache ist im Moment. Anderes wiederum, wie beispielsweise Zug, heißt noch ganz oft choo choo train, auch wenn alles andere Deutsch ist.

    In zwei Wochen fliegt unser Au Pair zurück nach Hause. Sie hat sich aus persönlichen Gründen entschieden, vorzeitig abzubrechen. Ein paar Tage später bekommen wir dann eine neue Mitbewohnerin. Mal schauen, wie der Wechsel so verlaufen wird. Bis jetzt machen wir uns da aber wenig Sorgen, zumal ich auch zwei Wochen mit den beiden zu Hause sein werde und wir uns langsam aneinander gewöhnen können. Bis August werden wir also definitiv noch in der glücklichen Position sein, einen Muttersprachler im Haus zu haben, vielleicht ein bisschen länger. Und dann müssen wir mal schauen.

    Ich bin immernoch erstaunt und fasziniert, wie einfach Sprachen lernen für diese kleinen Mäuse ist. Und irgendwie mag ich es nicht mehr hergeben. Es ist sooo einfach. Letztens waren wir bei unseren Nachbarn, als deren Verwandtschaft zu Besuch war. Unsere Nachbarin versuchte mühsam, sich auf Deutsch mit den Kindern (2 und 5) zu verständigen, was natürlich mit ihrem mittelmäßigen Deutsch und deren Kindersprache nicht besonders einfach ist, so dass beide Seiten schnell keine Lust mehr hatten, miteinander zu sprechen. Mit Sohni hingegen konnte sie jedoch plaudern, da er alles verstand und entsprechend reagierte.

    Ansonsten habe ich einen neuen Blog (ja, ich weigere mich, DAS Blog zu sagen, klingt doch total bescheuert) gefunden. Dieser beschäftigt sich mit den Höhen und Tiefen der nichtmuttersprachlichen zweisprachigen Erziehung. Immer wieder schön, von anderen zu lesen. Und obwohl ich diesen Blog geschaffen haben, um auch im deutschsprachigen Raum von unseren Erfahrungen zu berichten, finde ich es manchmal schade, dass ich mich auf Grund der Sprache nicht mit den anderen englischsprachigen Bloggern verbinden kann, denn diese haben mittlerweile ein schönes Netzwerk für den Erfahrungsaustausch gebildet, in dem sich jeder Anregungen holen und mit dem anderen kommunizieren kann.

    Lynn - Open Hearts Open Minds

Neueste Einträge

mehr Einträge…

Footer:

Die auf diesen Webseiten sichtbaren Daten und Inhalte stammen vom Blog-Inhaber, blog.de ist für die Inhalte dieser Webseiten nicht verantwortlich.